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Schaum statt Wasser – Schaumbox beim Neujahrsempfang der Kernstadtwehr vorgestellt

16.01.2017

Friedberg (har). Nicht nur Wasser verwendet die Feuerwehr beim Löschen von Bränden. Immer häufiger wird auch Schaum eingesetzt, wie beim Löschen eines Kellerbrands oder bei brennendem Benzin. Um diese Einsatzart zu demonstrieren, hat der Förderverein der Kernstadtwehr im vergangenen Jahr eine Schaumbox angeschafft.

 

Beim traditionellen Neujahrsempfang am Montagabend im Feuerwehrgerätehaus zeigte Wehrmitglied Timo Kaupp die Handhabung der Box und löschte in Brand geratenes Benzin mit einem Mittelschaumrohr. Rund 150 Gäste, darunter Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender, Stadtbrandinspektor Michael Stotz und Kreisbrandinspektor Lars Henrich verfolgten die Demonstration vor der Halle, die auf einer Leinwand ins Innere übertragen wurde.

 

„Bei dieser Kälte muss niemand raus“, hatte Wehrführer Valentin Gangur die von ihm fachgerecht kommentierte „Live-Übertragung“ begründet. Viel Beifall gab es von den Gästen. Zuvor hatte Gangur von einem relativ ruhigen Jahr 2016 berichten können. Die Zahl der Alarmierungen der aktuell 54 Einsatzkräfte war leicht zurück gegangen.

 

Größter Einsatz war im Dezember der Dachstuhlbrand im Gebäude der Sparda-Bank in der Altstadt. Gangur: „Wir wurden mit der Meldung „Personen im Haus“ alarmiert, doch dem war glücklicherweise nicht so und auch der Brand war relativ schnell gelöscht“.

 

Auf die zahlreichen Aktivitäten des Feuerwehrvereins, wie Neujahrsempfang, Schlachtessen und Tag der offenen Tür, blickte Vorsitzender Ralf Höhmann zurück. Auch am Weihnachtsmarkt sowie bei „Friedberg spielt“, „Friedberg frühstückt“ und der Fahrspaßschule von „Mensch mach mit“ auf dem Burgfeldparkplatz nahm die Feuerwehr teil. Die vielen Aktivitäten zahlten sich aus. Die Zahl der Vereinsmitglieder stieg um 14 auf aktuell 206 an.

 

Der Verein unterstützte Einsatzabteilung und Jugendfeuerwehr mit zahlreichen Anschaffungen, wie der Schaumbox oder einem Faltpavillon im „Feuerwehr-Design“. Viel Lob für die Arbeit der Wehr gab es von Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender, der an das ehrenamtliche Engagement der Wehrmitglieder erinnerte: „Sie werden nicht dafür bezahlt, dass sie auf ihr Hab und Gut aufpassen.“ Die Grüße des kurzfristig erkrankten Bürgermeisters Michael Keller überbrachte Stadtrat Markus Fenske. Kreisbrandinspektor Lars Henrich lobte die zahlreichen überörtlichen Einsätze der Kernstadtwehr.

 

Nach der Vorführung der Schaumbox luden Gangur und Höhmann die Gäste zu leckerem Fingerfood der Metzgerei Engel ein. „Der letzte Programmpunkt ist, sich zu unterhalten, auch das gehört bei uns dazu“, so Höhmann.

 

 

Die Einsätze der Kernstadtwehr 2016:

185 Mal wurde die Kernstadtwehr alarmiert. 51 Mal waren Brände die Ursache, darunter nur ein Großbrand. Dazu kamen 60 Technische Hilfeleistungen, wobei die Befreiung eingeschlossener Personen auf 16 angestiegen ist. Für die 74 Fehlalarmierungen zeichneten überwiegend Brandmeldeanlagen verantwortlich. Zu 11 Einsätzen in den Ortsteilen war die Kernstadtwehr ebenso alarmiert worden wie zu 22 Einsätzen von Drehleiter und Messwagen im gesamten Kreisgebiet. Ferner wurden 61 Brandsicherheitsdienste, 59 Ausbildungsveranstaltungen und zehn Brandschutzerziehungen an Schulen und Kindertagesstätten durchgeführt.

 

Text: Harald Schuchardt

Fotos: Loni Schuchardt

 

Foto: Neujahrsempfang 2017

Fotoserien zu der Meldung


Neujahrsempfang 2017 (16.01.2017)