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Hindernisparcours auf Luftkissenbasis – Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Friedberg

13.08.2017

Nicht der große Fahrzeugpark war die Attraktion beim Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr der Kernstadt rund um deren Feuerwehrgerätehaus in der Straße „Am Dachspfad“. Auf der Wiese im hinteren Hof lockte eine zweistöckige XXL-Hüpfburg im Feuerwehrdesign.

 

Der Begriff ist eigentlich falsch. Hindernisparcours auf Luftkissenbasis würde es besser treffen. Selbst Erwachsene liefen  durch den vorderen Teil, der einen Feuerwehrwagen darstellte. Dann ging es auf der Rückseite des „Hüpfmonsters“ eine Strickleiter hoch und mittels einer Rutsche wieder runter.

 

„Das haben wir uns einfach mal geleistet“, meinte Fördervereinsvorsitzender Ralf Höhmann angesichts des Runs auf die Hüpfburg. So manches Kind absolvierte den Kurs im perfekten Feuerwehr-Kinder-Outfit mit Helm, Schutzweste oder neuem Feuerwehr-T-Shirt. Die gab es am großen Stand des „Feuerwehr-Shop“ ebenso wie Einsatzwesten und vieles andere mehr an Feuerwehrbedarf.

 

„Wir sind ein Feuerwehrvollausstatter und wir setzen auf Brandschutzerziehung für Kinder“ sagt Tobias Strauch aus Geseke bei Paderborn. Tags zuvor war er noch in Cuxhaven, um dann zu seiner Premiere in die Kreisstadt zu fahren. Mitgebracht hatte er auch eine Reihe von „Feuerwehr-Bobby-Cars“, die von den Jüngsten fleißig genutzt wurden.

 

Der vier Jahre alte Eliot dagegen probierte die gerade gekaufte „Kinderrettungsschere“ an dem ausgestellten Unfallfahrzeug gleich einmal aus. Neben Super-Hüpfburg und Bobby-Car konnten die Kinder sechs Spielstationen wie Wasserspritzen, Gegenstände tasten oder Ausrüstung anziehen, durchlaufen.

 

Am Stand von Katie's Spielewelt spielten die Jüngeren meist mit Mama oder Papa das Magnetspiel Klack, so wie Anita Kuban mit ihren Kindern Anna(3) und Paul(2). Der ältere Nachwuchs konnte das ferngesteuerte Playmobil-Auto durch einen Parcours steuern. Mit dem Spiel „Dr. Eureka“ war der Spieleverlag Pegasus dabei und eine Fahrt mit dem Feuerwehrauto durfte nicht fehlen.

 

Wer alle Stationen absolviert hatte, der konnte zwischen drei Playmobilfiguren zum selbst basteln wählen. Doch nicht nur die Kinder kamen auf ihre Kosten. Die Mitglieder der Wehr informierten in vielen Gesprächen über ihre Arbeit und stellten die Ausrüstung ihrer Fahrzeuge vor. In neuem „Friedberg-Design“ präsentierte sich der vor einem Jahr angeschaffte TLF 4000.

 

Finanziert wurde die Beklebung vom Förderverein der Wehr, der an einem Stand für Mitgliedschaft warb und über vorbeugenden Brandschutz in Haus und Wohnung informierte. Modellbauer Karlheinz Huth zeigte im Schulungsraum Dioramen von Feuerwehreinsätzen aber auch neue Modelle, wie von einer archäologischen Ausgrabung.

 

Bei idealem Sommerwetter setzte am Mittag ein regelrechter Run ein. Lange Schlangen an der Ausgabe von Gyros und Gegrilltem waren ebenso eine Folge des Ansturms  wie die voll besetzte Halle und der Biergarten. Unter den Besuchern konnten Höhmann und Wehrführer Valentin Gangur eine Vielzahl von Lokalpolitikern sowie eine Abordnung der Feuerwehr aus der portugiesischen Partnerstadt Entroncamento begrüßen. Mit einer Übung der Jugendfeuerwehr am späten Nachmittag wurde das Ende des Tag der offenen Tür eingeleitet.

 

Text: Harald Schuchardt

Foto: Loni Schuchardt

 

Foto: Tag der offenen Tür 2017

Fotoserien zu der Meldung


Tag der offenen Tür 2017 (15.08.2017)