Neujahrsempfang der Kernstadtwehr im Feuerwehrgerätehaus

18.​01.​2026

Den Reigen der Neujahrsempfänge in der Kreisstadt eröffnet traditionell die Kernstadtwehr. Am Montagabend war es wieder soweit. Über 100 Gäste konnten Wehrführer Mathias Henritzi und der Fördervereinsvorsitzende Ralf Höhmann mit einem Glas Sekt oder Orangensaft begrüßen. 

Gekommen waren unter anderem Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender, Bürgermeister und Feuerwehrdezernent Kjetil Dahlhaus, Ortsvorsteher Rudi Mewes, die hauptamtliche Kreisbeigeordnete Marion Götz, Kreisbeigeordneter Carl Cellarius, Dr. Reinhold Merbs vom Wetteraukreis und der neue Ordnungsamtsleiter Michael Pollesch sowie Vertreter zahlreicher politischer Gremien, Hilfsorganisatoren und Förderer der Wehr. 

„Wir sind hier die Doppelspitze“, verkündete Höhmann bevor Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender als erster Grußredner der Kernstadtwehr und insbesondere den Mitgliedern der Einsatzabteilung für deren vielfältige Arbeit dankte. 

In seine Dankesworte schloss Hollender ausdrücklich die Familienmitglieder, die oft auf ihre Partner oder Partnerinnen verzichten müssen, ein. Ein besonderer Dank ging an Andreas und Franzisca Kramer für die Leitung der Kinder- und Jugendfeuerwehr. Es gelte jedoch für ehrenamtliche Tätigkeiten die entsprechenden Voraussetzungen zu schaffen, so Hollender und weiter: „Dazu gehört auch bezahlbarer Wohnraum.“ 

Ferner müsse sich Gedanken gemacht werden, wie die Stadt für Katastrophen aufgestellt ist und entsprechend reagieren kann, wie bei einem Stromausfall, so gerade in Berlin geschehen. Mit einem Appell gemeinsam für ein sicheres und lebenswertes Umfeld zu sorgen beendete Hollender seine Rede.

Dem schloss sich Bürgermeister Kjetil Dahlhaus in seinem Grußwort an. „Es ist wichtig, gut vorbereitet zu sein, wir haben die Feuerwehr an unserer Seite“, sagte Dahlhaus und zählte zahlreiche Beteiligungen der Wehr an Veranstaltungen in der Stadt auf. „Wir wollen und werden als Stadt die Feuerwehren weiter unterstützen“, versprach Dahlhaus, der zuvor die Brandschutzerziehung durch die Kernstadtwehr in Kitas und Schulen lobte.

Kurz machte es Ortsvorsteher Rudi Mewes: „Ich will hier einfach nur Danke für die vielen Einsätze und andere Aktivitäten sagen.“ Anschließend blickten Henritzi und Höhmann zurück auf das Jahr 2025 mit genau 197 Ausbildungsveranstaltungen und 264 Einsätzen – 18 weniger als im Vorjahr. Seit Jahren nahezu unverändert ist die Zahl der 64 Einsatzkräfte, darunter neun Frauen. In der Jugendfeuerwehr sind 17 Jungen und drei Mädchen aktiv. In der Kindergruppe werden acht Mädchen und 16 Jungs betreut. 

Höhmann berichtete über Veranstaltungen des Fördervereins und der Teilnahme an vielen Veranstaltungen in der Stadt. Dank der Mitgliedsbeiträge und zahlreicher Spenden konnte der Förderverein die Einsatzabteilung und Jugendfeuerwehr mit zahlreichen kleineren Anschaffungen unterstützen, Mit 10 000 Euro unterstützt wurde ferner der Besuch eines mehrtägigen Speziallehrgangs für Brandeinsätze von drei Wehrmitgliedern. Für dieses Jahr sind unter anderem Schlachtfest und Tag der offenen Tür in Planung, so Höhmann.

Abschließend stellte Henritzi den im letzten Jahr angeschafften Einsatzleitwagen samt Drohne mit Wärmebildkamera sowie modernster Funk- und EDV-Technik vor. Auf einem großen Bildschirm konnten die Besucher die Live-Aufnahmen der Drohne aus dem Außenbereich – auch als Infrarotbilder - verfolgen. „Wir haben die Drohne bei Großbränden schon mehrmals für die Suche nach Glutnestern erfolgreich eingesetzt“, erklärte Henritzi, der abschließend zu einem kleinen Imbiss mit Bratwürstchen und Käseplatte einlud.

 

Text und Fotos: Harald Schuchardt

 

 

Kasten: Die Einsätze 2025

 

Insgesamt 264-mal wurde die Kernstadtwehr im vergangenen Jahr alarmiert, allerdings waren darunter 113 Fehlalarmierungen – 15 mehr als im Vorjahr, wovon alleine 91 Alarmierungen durch Brandmeldeanlagen ausgelöst wurden. Die Wehr wurde zu 70 Bränden gerufen – zehn weniger als im Vorjahr, darunter vier überörtliche Großbrände, 2 Mittel- und 30 Kleinbrände sowie 34 „gelöschte Feuer.“. Zurückgegangen von 104 auf 81 ist die Zahl der technischen Hilfeleistungen, darunter unter anderem 27 Türöffnungen, 26 Einsätze zur Personenrettung oder -bergung und acht Gefahrguteinsätze. Bei sechs Verkehrsunfällen wurden eingeklemmte Personen befreit, acht Mal wurde der Rettungsdienst unterstützt. 68-mal wurde die Einsatzabteilung zu Einsätzen mit der Leiter, dem Gefahrgutmessfahrzeug oder dem Tanklöschfahrzeug außerhalb der Kernstadt alarmiert, davon 32 Einsätze in den Ortsteilen und 36 in der ganzen Wetterau.

 

Bild zur Meldung: Neujahrsempfang 2026

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Neujahrsempfang 2026 (18.​01.​2026)