🐷 25. Schlachtessen 🐷 des Fördervereins 🐷

28.​03.​2026

Ein Fest fürs ganze Dorf war es früher, wenn in einem Hof geschlachtet wurde. Viele halfen mit beim Zerlegen, Entbeinen und Verarbeiten des Schweins, und am Ende setzten sich alle zu Wellfleisch, frischen Blut- und Leberwürstchen, und Töpfe mit gehaltvoller Wurstsuppe wurden zu den Nachbarn gebracht. In Abwandlung hat sich diese Tradition erhalten – unter anderem beim Schlachtessen der Freiwilligen Feuerwehr Friedberg.

 

Eine Gemeinschaftsleistung ist es immer noch, auch wenn seit Corona nicht mehr eigenhändig geschlachtet und verwurstet wird. “Die Hygienebestimmungen haben so zugenommen“, sagt Ralf Höhmann, Vorsitzender des Fördervereins der FFW. Viel zu tun bleibt trotzdem. Eineinhalb Stunden vor Beginn des diesjährigen Schlachtfests sind er und zwei Dutzend andere, zumeist Mitlieder der Einsatzabteilung, die an diesem Abend zum Helfen eingeteilt ist, bereits schwer am Schaffen.

 

Dort, wo sonst die Einsatzfahrzeuge geparkt sind, stehen in langen Reihen Tische und Bänke für die angemeldeten 85 Gäste plus Ehrengäste, eingedeckt und mit bunten süßen Schweineköpfchen verziert. Eingeladen sind ausschließlich die Vereinsmitglieder, jeder und jede darf einen weiteren Gast mitbringen. „Vor Jahren hatten wir mal bis zu 200 Leute beim Schlachtessen, aber das war zu viel“, berichtet Höhmann. Kann man sich vorstellen, auch mit der halben Gästezahl verspricht der Raum voll zu werden.

 

Während des Gesprächs hat Höhmann keine Ruhe, immer wieder springt er auf, um hier etwas auszurichten, dort eine Anweisung zu erteilen und insgesamt dafür zu sorgen, dass alles rund läuft. In der Küche des Feuerwehrhauses stehen drei Mann an der „Frikadellenstation“ – die zu braten, hat der FFW-Verein sich vorbehalten. Alles andere wird in diesem Jahr von der Metzgerei Meisinger geliefert: Blut- und Leberwürstchen, Kasseler und Stielrippchen, gegrilltes Bauchfleisch, Mett, dazu neben Brot und Brötchen Kartoffelbrei und Sauerkraut.

 

Eine halbe Stunde vor Beginn tröpfeln die ersten Gäste in den Saal, dem die an der Seite hängenden Spinde mit den Feuerwehruniformen ein ganz eigenes Dekorum verleihen. Es ist das 25. Schlachtessen, das vorherige fand vor zwei Jahren statt, und während der Pandemie musste es natürlich auch ausfallen. Der Stimmung tut das keinen Abbruch, man kennt sich, begrüßt sich und kommt gleich ins Reden, während junge Damen freundlich nach den Getränkewünschen fragen, Bier und anderes vom Getränkewagen holen und zu den Tischen bringen.

 

Pünktlich zu Beginn sind auch die Ehrengäste eingetroffen, an ihrer Spitze Kreisbeigeordnete Marion Götz, Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender, Bürgermeister Kjetil Dahlhaus und Ordnungsamtsleiter Michael Pollesch, dazu Vertreter befreundeter Blaulichtorganisationen wie Polizei, DLRG, THW und DRK.

 

Die Erwartung steigt, zumal von den Buffettischen verlockende Düfte herüberziehen, und an den Tischen ertönt leise erleichtertes Murmeln, als Ralf Höhmann gegen 7.20 Uhr endlich zur Begrüßung schreitet. Ihm gebührt vor allem der Dank an alle Beteiligten und Helfer, es gibt Hinweise auf die Jahreshauptversammlung am 17. März sowie weitere Termine und natürlich auch auf die ausliegenden Beitrittserklärungen, gedacht für alle Anwesenden, die dem Feuerwehrverein noch nicht angehören.

 

Fehlen noch die Grußworte. Stadtverordnetenvorsteher Hollender erfreut mit einer gereimten Lobeshymne auf Feuerwehr und Schlachtfest, und Bürgermeister Dahlhaus, mit feinem Gespür für die knurrenden Mägen rundum, beschränkt sich auf wenige Sätze.

 

Dann ist das Buffet eröffnet, und dank der guten Organisation und des doppelseitigen Aufbaus dauert es keine zehn Minuten, bevor fast alle vor gefüllten Tellern sitzen und sich die deftigen Herrlichkeiten nebst einem erfrischenden Bier dazu genüsslich schmecken lassen. Ein gelungener Abend, der die Friedberger Feuerwehrfamilie weiter zusammengeschweißt haben dürfte.

 

Text und Bilder: Hedwig Rohde

 

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