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Vortrag "Brandschutz im Haushalt" bei der Feuerwehr Friedberg

07.11.2019

Auch dieses Jahr fand im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Friedberg ein Vortrag zum Thema „Brandschutz im Haushalt“ statt, der von der Kernstadtwehr zusammen mit der Volkshochschule Wetterau organisiert wurde.

 

Nach der Begrüßung durch den Wehrführer Mathias Henritzi wurden die Teilnehmer mit einem kurzen Film auf das Thema des Abends eingestimmt. Gezeigt wurden typische Gefahrenquellen im Haushalt. Eine häufige Brandursache ist demnach die Elektrizität. Insbesondere von fehlerhaften Hausinstallationen und Steckdosenleisten, die aufgrund mangelnder Qualität, Überlastung oder mechanischer Beschädigung in Brand geraten, geht eine Gefahr aus. Oft entstehen Brände außerdem durch auf dem Herd vergessene Speisen oder unachtsam auf dem heißen Herd abgestellte brennbare Gegenstände.

 

Im ersten Teil des Vortrags ging Referent Johannes Langstrof auf die Gefahren ein, die durch Brandrauch und Wärmeentwicklung entstehen. Thema waren zunächst die Bestandteile des Brandrauchs und deren Wirkung auf den menschlichen Körper. Dabei wurde hervorgeheben, dass abhängig von der Zusammensetzung des Rauchs bereits wenige Atemzüge zu Bewusstlosigkeit und Tod führen können. Auch die Gefahr, die von der Wärmeentwicklung ausgeht – bei einem Zimmerbrand können Temperaturen von 800 Grad Celsius und mehr entstehen –, darf nicht unterschätzt werden. Schließlich wurde mit Hilfe des Rauchhauses, anhand dessen die Ausbreitung von Brandrauch in einem Gebäude gezeigt werden kann, das richtige Verhalten im Brandfall sowie das taktische Vorgehen der Feuerwehr demonstriert. In diesem Zusammenhang wurde auch betont, welche wichtige und häufig lebensrettende Rolle hochwertige und richtig installierte Rauchwarnmelder – in Haushalten mit offener Feuerstelle zusätzlich CO-Warnmelder – spielen.

 

Der zweite Teil des Vortrags befasste sich mit dem Thema Brennen und Löschen. Dabei ging Langstrof auf die Voraussetzungen, die für eine Verbrennung vorhanden sein müssen, verschiedene Arten von brennbaren Stoffen und das jeweils geeignete Löschmittel ein. Insbesondere für Privathaushalte wurden Feuerlöschsprays als kompakte, kostengünstige und dennoch leistungsfähige Alternative zu herkömmlichen Feuerlöschern vorgestellt. Die theoretischen Ausführungen wurden allesamt mit praktischen Versuchen untermauert, um besser im Gedächtnis zu bleiben. Abgerundet wurde der theoretische Teil des Abends mit Erläuterungen zum richtigen Absetzen eines Notrufs.

 

Abschließend konnten die Teilnehmer offene Fragen klären und an einem Löschtrainer den praktischen Umgang mit einem Feuerlöscher üben.

 

 

Foto: Brandschutz im Haushalt

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Brandschutz im Haushalt 2019 (07.11.2019)